Deutsch-Polnischer Schüleraustausch im Herbst 2025
Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Elvers-Schule, Klaus-Groth-Schule und der Eider-Nordsee-Schule wachsen auf einer Polenfahrt über sich hinaus
Im Herbst reisten Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Elvers-Schule, der Klaus-Groth-Schule sowie der Eider-Nordsee-Schule zum deutsch-polnischen Schüleraustausch nach Wyszków. Der Besuch knüpfte an den Aufenthalt der polnischen Partnerschule im Mai an und sorgte für ein herzliches Wiedersehen.
Die Gruppe nahm aktiv am Unterricht der Partnerschule teil, beteiligte sich am Schulleben und lernte beim gemeinsamen Kochen das traditionelle polnische Gericht „Pierogi“ kennen. Auf Ausflügen nach Warschau, Krakau und in die Berge von Zakapone erhielten die Jugendlichen interessante Einblicke in die Geschichte, Kultur, Mentalität und in die Natur Polens. Besonders eindrucksvoll war die Wanderung zum „Seeauge“, bei der die Schülerinnen und Schüler rund 18 Kilometer zurücklegten.
Besonders deutlich zeigte sich während der Reise die persönliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler. Viele von ihnen kannten sich zuvor nicht oder nur flüchtig, da sie aus verschiedenen Schulen und Altersstufen stammten. Schon die lange gemeinsame Busfahrt förderte erste Begegnungen, doch erst vor Ort wuchs die Gruppe mit den polnischen Jugendlichen zu einer Gemeinschaft zusammen. Die Jugendlichen lernten, sich in einer großen Gruppe zu orientieren, aufeinander Rücksicht zu nehmen und Kompromisse zu finden. Es sind Fähigkeiten, die im Alltag oft selbstverständlich erscheinen, sich aber in einer neuen Umgebung erst bewähren müssen.
Im Kontakt mit ihren polnischen Austauschpartnerinnen und -partnern zeigten die Schülerinnen und Schüler bemerkenswert viel Offenheit und Mut. Trotz sprachlicher Hürden fanden sie Wege, sich auszutauschen. Dazu nutzten sie Gesten, Übersetzer oder einzelne englische oder polnische Wörter. Dieser kreative Umgang miteinander stärkte ihr Selbstvertrauen und zeigte ihnen, dass Verständigung auch dann gelingt, wenn man eine Sprache nicht perfekt beherrscht.
Gemeinsame Herausforderungen, wie die lange Wanderung zum „Seeauge“ oder das Bewältigen eines anspruchsvollen Tagesprogramms, machten vielen Jugendlichen bewusst, zu welchen Leistungen sie fähig sind – körperlich ebenso wie mental. Sie unterstützten sich gegenseitig, motivierten einander und lernten, dass Durchhaltevermögen und Teamgeist entscheidend sind, um ihre Ziele zu erreichen.
Viele Schülerinnen und Schüler waren zudem zum ersten Mal länger von Zuhause weg. Für einige war dies eine Hürde, die sie jedoch erfolgreich meisterten. Dadurch gewannen sie spürbar an Selbstständigkeit und Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten.
Insgesamt zeigte der Austausch, wie sehr die Jugendlichen sozial, emotional und persönlich wachsen können, wenn sie sich auf etwas Neues einlassen. Sie kehrten neben der Aneignung des Wissens über das Land Polen mit gestärktem Selbstbewusstsein, erweiterten sozial-emotionalen Kompetenzen und dem Gefühl zurück, nicht nur etwas wirklich Bedeutendes geschafft zu haben, sondern auch mit der Gewissheit, eine unvergessliche Zeit erlebt zu haben.
Der Austausch wurde durch die Unterstützung der Eltern sowie durch Fördermittel des dt.-polnischen Jugendwerkes, der Stiftung Bildung und der beteiligten Schulen ermöglicht. Für die Jugendlichen war die Fahrt ein Erlebnis, dass sie nachhaltig prägen wird und ein Beispiel dafür ist, wie wertvoll internationale Begegnungen für die persönliche Entwicklung junger Menschen sind.
In der derzeitigen Lage gewinnt der deutsch-polnische Schüleraustausch noch stärker an Bedeutung: Er fördert nicht nur den europäischen Zusammenhalt, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zu Frieden, Dialog und einem gegenseitigen Vertrauen.
Ein Gegenbesuch ist geplant für den Zeitraum vom 31.05.2026 bis 06.06.2026
Kathrin Bruhn
(Sonderschullehrkraft der Friedrich-Elvers-Schule)
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