Die Bücherrei von morgen
Wie sieht ein Ort zum Lesen im Jahr 2100 aus? Schweben die Bücher als Hologramme durch den Raum oder liefert eine Drohne den neuesten Krimi direkt an den Lese-Sessel unter Wasser? Die Klasse 6a der Klaus-Groth-Schule ist diesen Fragen nachgegangen und präsentiert nun die beeindruckenden Ergebnisse ihres Projekts „Bücherei der Zukunft“.
Unter der Leitung ihrer Klassenlehrerin Gönna Struve und in Kooperation mit der Stadtbücherei Heide tauchten die Schülerinnen und Schüler in die Welt der Künstlichen Intelligenz (KI) ein. Dabei ging es jedoch um weit mehr als bloßes Knöpfchendrücken: Im Unterricht erlernten die Sechstklässler das sogenannte „Prompting“. Sie entwickelten präzise Textbefehle, um einer Bild-KI ihre ganz persönlichen Visionen zu entlocken.
Die Resultate dieser digitalen Kreativarbeit sind so vielfältig wie die Fantasie der Jugendlichen selbst. Die generierten KI-Bilder zeigen futuristische Lernszenarien, in denen VR-Brillen und Roboter zum Standard gehören, Auch Bibliotheken, die in einer Raumstation im All kreisen, oder gemütliche Leseecken tief unter der Meeresoberfläche gehören zur den Visionen der Jugendlichen.
„Es ist faszinierend zu sehen, wie die Kinder Technik nutzen, um ihre Wünsche an einen modernen Aufenthaltsort zu formulieren“, erklärt Gönna Struve. Das Projekt schlage eine Brücke zwischen klassischer Leseförderung und moderner Medienkompetenz. Wer sich selbst ein Bild von der Zukunft machen möchte, hat dazu ab sofort Gelegenheit: Die Bilder der Klasse 6a sind zusammen mit den dazugehörigen Prompts in der Stadtbücherei Heide ausgestellt.
Gönna Struve