Schulprogramm

Vorbemerkung

Diese Konzeptentwicklung erhebt keinen Anspruch auf dauerhafte Gültigkeit, vielmehr wird sie durch die Schule noch weiter fortentwickelt werden. Dabei sollen die Schulkonferenz und der Schulträger informiert werden, wenn deren Zuständigkeit berührt wird. Diese Konzeptentwicklung ist als Vorabeit für ein Präventionskonzept der Klaus-Groth-Schule zu verstehen.

Mit der vorliegenden Konzeptentwicklung war eine Arbeitsgruppe beauftragt. Beteiligt waren:

Annette Arthen-Tiemann, Jan Bütje, Edda Dieterich, Rainer Hacker, Waltraud Häger, Karen Kolb, Katharina Seemann und Kerstin Seiwert.

Leitbilder in der schulischen Erziehungsarbeit

(vgl. Erziehungskonzept der Klaus-Groth-Schule)

  1. Für unser gemeinschaftliches Leben an der Schule ist die Teilnahme aller Schülerinnen und Schüler an vielfältigen schulischen Prozessen unbedingt n otwendig. So werden die Identifkation und das positive soziale Miteinander gefördert und Schule kann zu einem "Wohlfühlort" werden.
  2. Für unser schulisches Leben ist der respektvolle Umgang miteinander eine der Hauptprämissen. Das beinhaltet alle am Erziehungsprozess Beteiligten: Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte.
  3. Wir gehen davon aus, dass Konflikte im menschlichen Zusammenleben unvermeidlich sind und wir müssen lernen, uns mit schwierigen Situationen angemessen auseinanderzusetzen
  4. Eine der grundlegenden Kompetenzen im menschlichen Miteinander ist die Fähigkeit zusammenzuarbeiten.
  5. Das Gefühl der Sicherheit und Orientierung sowie die Wertschätzung der eigenen Person ist für jeden Menschen die Voraussetzung für einen erfolgreichen Lern- und Arbeitsprozess.
  6. Das Unterrichten und Lernen im störungsfreien Raum gestaltet sich zunehmend schwieriger, bleibt aber weiterhin unser Ziel.
  7. Das Einüben demokratischer Verhaltensweisen ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Erziehungsarbeit.
  8. Wir unterstützen an unserer Schule die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes, verantwortungsvolles und gesundheitsbewusstes Leben.

Handlungsfeld Klassenklima/Schulklima

Handlungsfeld Pausengestaltung

Handlungsfeld Ruhe im Unterricht

Handlungsfeld respektvoller Umgang / Gewaltprävention

Handlungsfeld Kultur und Sprache

Handlungsfeld Gesundheit, Sicherheit und Suchtprävention

Handlungsfeld Berufsorientierung

Handlungsfeld Schulsozialarbeit (extern)

Handlungsfeld Früh- und Nachmittagsbetreuung (extern)

Zusammenfassung

Aus der vorangegegangenen Übersicht wird deutlich, dass die Klaus-Groth-Schule sich den Anforderungen des gesellschaftlichen und kulturellen Wandels stellt. Dies birgt eine Vielzahl von Handlungsfeldern, die es abzudecken gilt. Die von uns ergriffenen Maßnahmen in den o.g. Bereichen haben sich weitestgehend als erfolgreich erwiesen, reichen aber bei weitem nicht aus, um einen störungsfreien Schulalltag zu gewährleisten.

Folgende Veränderungen bezgl. des gesellschaftlichen und kulturellen Wandels fordern uns in unserer pädagogischen Arbeit heraus:

  • gestiegene Anzahl von Kindern aus bildungsfernen Haushalten
  • gestiegene Anzahl interkultureller Konfliktsituationen
  • gestiegene Anzahl von Kindern mit Traumatisierungen
  • mangelnder Respekt gegenüber vornehmlich weiblichen Lehrkräften
  • gestiegene Anzahl von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf, aber nicht ansatzweise die eigentlich dafür vorgesehenen Förderstunden
  • Anstieg des Aggressionspotentials in Konflikten im Rahmen von Schule
  • geringere Toleranzschwelle gegenüber MitschülerInnen und Lehrkräften
  • deutlich überrepräsentierte Anzahl von Kindern mit Inklusionsbedarf im Einzugsbereich der Schule, insbesondere im Bereich der sozial-emotionalen Entwicklung
  • Sachbeschädigungen am Gebäude, an Materialien, Fahrrädern, schwieriges Verhältnis vieler Kinder zu eigenem Eigentum und zu Fremdeigentum
  • räumlich und bauliche Situation, Ausstattung mit unmodernen und stark abgenutzen Möbeln und Materialien, Toiletten, Musikraum..
  • das Mobiliar ist zum Teil nicht an die körperlichen, physiognomischen Bedürfnisse der SuS anpassbar
  • Fehlender Lärmschutz, insbesondere auf den Fluren
  • Rückgang der Unterstützung durch Eltern (Pausensnack-Verkauf, Obst schneiden, Vogelschießen-Mithilfe und Verkauf; Unterstützung bei Klassenfahrten, Ausflügen...) und deren Anwesenheit und Mitarbeit bei Elternabenden

Fazit

Aus seiner Tradition heraus ist dem Kollegium der Klaus-Groth-Schule an beiden Standorten sehr daran gelegen, das Schulleben noch attraktiver gestalten zu können, die Schulentwicklung in Hinblick auf den gesellschaftlichen und kulturellen Wandel voranzutreiben und die Herausforderungen des veränderten Schulalltags zu meistern.

Aus den obigen Ausführungen wird deutlich, dass wir dringend zusätzliches pädagogisch geschultes Personal benötigen. Wir brauchen Unterstützung, um einen störungsfreien Unterricht durchzuführen und eine für alle Kinder erholsame und aktive Pause gewährleisten zu können.